Omega-3-Konsum bei Schwangeren und Stillenden korreliert mit der Fettkomposition in der Brustmilch

The effects of salmon consumption during pregnancy on breast milk fatty acid composition and immune function

In einer Studie der Universität Southampton wurde der Gehalt an Omega-3 Fettsäuren in der Brustmilch untersucht. In zwei verschiedenen Gruppen mit insgesamt 120 Teilnehmerinnen (60 hohe PUFA-Aufnahme / 60 normale Ernährung), wurde die Aufnahme von Omega-3 Fettsäuren während der zweiten Hälfte der Schwangerschaft und einem Monat nach der Geburt mit der Fettsäurenkomposition der Brustmilch verglichen. Die Schwangeren mit einer hohen Aufnahme von Omega-3 PUFA's zeigten auch in der Brustmilch erhöhte Werte für Omega-3 PUFA's. Insbesondere war das Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 PUFA niedriger als in der Vergleichsgruppe.
Gleichzeitig wurden immunmodulierende Faktoren wie TGF-β und TGF-β2 untersucht. Auch hier fand sich in der Gruppe mit hoher PUFA-Aufnahme ein signifikanter Unterschied zu der Frauengruppe mit normaler Ernährung.

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Omega-3 Fettsäuren reduzieren die Entwicklung von Allergien und Neurodermitis bei Säuglingen

PUFA levels at 6 months of age after oil supplementation from birth predict symptoms of atopic dermatitis, cough and wheeze

In einer im Juni 2010 vorgestellten Studie der University of Western Australia, Perth, Australia, wurden 115 Kinder vom Tag der Geburt über 6 Monate in einer randomisierten Placebo kontrollierten Studie auf folgende Symptome beobachtet: Neurodermitis und Atemwegsprobleme
Hohe Spiegel an Omega-3 PUFA korrelierten mit einer niedrigen Häufigkeit von Atemwegssymptomen. Hohe Spiegel an Omega-6 assoziierten mit einem erhöhten Risiko für Neurodermitis (atopisches Exzem). Diese Effekte waren nicht abhängig von der Nahrungsergänzung der Kinder, sondern nur von der Konzentration der Omega-3 Fettsäuren in der Brustmilch.

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Frühgeborene profitieren von Omega-3 Fettsäuren

Allergy and respiratory outcomes from the DINO (DHA for the improvement of neurodevelopmental outcome in preterm infants) trial

Bei der Untersuchung von Frühgeborenen (657 Kinder) zeigt sich, dass die zusätzliche Versorgung der stillenden Mutter mit Omega-3 Fettsäuren die Häufigkeit von allergischen Entwicklungen reduziert. Das gleiche gilt für nicht gestillte Kinder, wenn die frühkindliche Nahrung mit lcPUFA's ergänzt wird.

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Weniger Linolsäure (Omega-6) und erhöhte Aufnahme von Alphalinolensäure (Omega-3) reduzieren das Risiko klinischer Depression

Dietary omega-3 and omega-6 intake and the risk of clinical depression: results from the nurses’ health study

Auf dem ISSFAL-Kongress im Juni 2010 stellte M. Lucas (Harvard School of Public Health in Boston, USA), die nurses’ health study zum Thema Depressionen und Omega-3 und Omega-6 Aufnahme vor. In dieser Studie wurden von 1996 bis 2006 73.449 Krankenschwestern beobachtet. Die Ernährungsgewohnheiten wurden mit der Häufigkeit ärztlich diagnostizierten und neu aufgetretenen Depressionen (3.406 Fälle) verglichen.

Ein Zusammenhang zwischen der Aufnahme von EPA und DHA (Fischöl) und Depressionsentwicklung konnte nicht festgestellt werden. Allerdings scheint eine hohe Aufnahme von ALA (Omega-3) und eine niedrige Aufnahme von Linolsäure (Omega-6) die Wahrscheinlichkeit einer Depressionsentwichklung zu reduzieren.

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Fettsäureaufnahme und Depression bei Erwachsenen

Fatty acid intake and depression in adolescents

Wie in einer Studie der Universität Perth (Australien) an heranwachsenden Jugendlichen festgestellt wurde (995 Teilnehmer), korreliert die erhöhte Aufnahme von Omega-3 Fettsäuren mit weniger depressiven Symptomen. In der Western Australian Pregnancy Cohort (Raine) Study wurden die Ernährungsgewohnheiten und die Fettsäureparameter im Alter von 14 und 17 Jahren untersucht. Gleichzeitig mussten die Teilnehmer einen Fragebogen Beck Depression Inventory for Youth (BDI-Y) beantworten. Es zeigte sich, dass die Ernährungsgewohnheiten signifikant mit den Serumkonzentrationen von Omega-3 PUFA's korrelieren. Darüber hinaus bestand eine negative Korrelation zwischen der Omega-3 und Omega-6 Aufnahme und depressiven Symptomen im BDI-Y.

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Eine Studie der Universität Wollongong in Australien beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Empfehlungen nationaler Ernährungsgesellschaften zur Aufnahme von lc Omega-3 PUFA (EPA und DHA)

Long chain omega-3 polyunsaturated fatty acids intakes and health

Von besonderer Bedeutung ist eine hohe Aufnahme von EPA und DHA in der Schwangerschaft, frühkindlichen Entwicklung und bei kardiovaskulären Erkrankungen. Eine wichtige Rolle spielt die EPA- und DHA-Aufnahme auch bei psychischen Erkrankungen.
Während die tägliche EPA- und DHA-Aufnahme in Japan 1.200mg beträgt, ist diese in den westlichen Industrienationen auf 200mg reduziert.
Die Ernährungsempfehlungen reichen von 200mg (Europäische Union) bis zu 1.000mg (Australien National Heart Foundation).
Die Arbeit von B. Meyer lässt keinen Zweifel daran, dass unter gesundheitlichen Aspekten unsere Ernährung den Erfordernissen und Empfehlungen angepasst werden muss.

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Hoch ungesättigte Fettsäuren verbessern den Zuckerstoffwechsel, verhindern die Insulinresistenz, senken die Triglyzeride und verringern die Fetteinlagerung in Leber und Bauchraum

Increased peroxisomal fatty acid oxidation in liver contributes to the protection against obesity and glucose intolerance by fish oil diets

Im Tiermodell wurden Mäuse zehn Wochen lang mit unterschiedlichen Diäten gefüttert. Entweder mit 4% bzw. 45% Fischöl oder 4% bzw. 45% Schmalz. Zuckerstoffwechsel und Fettstoffwechsel wurden in Leber und Muskelgewebe untersucht. Die Gruppe mit Fischöl gefütterter Mäuse wogen nach zehn Wochen etwa 10% weniger als die mit Schmalz gefütterten Mäuse und hatten weniger Fett im Bauchraum und in der Unterhaut gebildet. Die mit Fischöl gefütterten Mäuse zeigten eine besser Glucosetoleranz und 60% niedrigere Triglyzeridspiegel.

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Omega-3 Fettsäuren können das Ansprechen der Chemotherapie bei Brustkrebs verbessern

Fatty acids as amplificators of anti-cancer therapy

In einem Tiermodell wird die Sensitivität von Brustkrebszellen auf eine Chemotherapie untersucht. Es zeigt sich, dass die Sensitivität auf krebshemmende Medikamente von der Konzentration der lcPUFA, DHA abhängig ist. Zur Zeit startet eine Studie in der Brustkrebspatientinnen mit lcPUFA während der Chemotherapie suplementtiert werden. Untersucht wird die Überlebenszeit und das Ansprechen auf die Chemotherapie.

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Genetische Defekte sind verantwortlich für viele niedrige EPA- und DHA-Spiegel

Red blood cell levels of docosahexaenoic acid and other polyunsaturated fatty acid levels in pregnant women are modified by single nucleotide polymorphisms of the FADS gene cluster: results from the ALSPAC study

Ein genetisch bedingter Delta-5 und Delta-6 Desaturasenmangel scheint für niedrige DHA- und EPA-Spiegel verantwortlich zi sein. Dies wird in einer im Juni 2010 vorgestellten Studie der Universität München (medizinische Hochschule) beschrieben. In dieser Studie werden die EPA- und DHA-Spiegel der Erytrozythenmembran in der Schwangerschaft von 4.457 Frauen ausgewertet. Bei diesen Untersuchungen entstand der Eindruck, dass jede 4. Schwangere genetisch bedingt nicht in der Lage ist ausreichende EPA- und DHA-Spiegel selber aufzubauen. Die Bedeutung hoher EPA- und DHA-Spiegel der Mutter für die intrauterine und postnatale Entwicklung der Kinder wird noch einmal herausgestellt. Die EPA- und DHA-Spiegel der Neugeborenen korrelieren sehr eng mit denen der Mutter.

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Cholesterin ist nicht gleich Cholesterin

Lipidomics and proteomics of some high density lipoprotein subclasses in healthy human subjects

HDL, eine Subklasse des Cholesterins, hat sowohl Arteriosklerose hemmende, als auch Arteriosklerose fördernde Eigenschaften. Die Fettsäurenzusammensetzung des HDL's scheint eine entscheidende Rolle bei der Hyperlipoproteinämie und beim Diabetes mellitus zu spielen.

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Omega-3 Fettsäuren verhindern die Thrombozytenaggregation bei Aspirin-Resistenz

Eicosapentaenoic acid plus docosahexaenoic acid enhances aspirin’s effect on platelet function

In einer im Juni 2010 vorgestellten Studie wird die Wirksamkeit von Omega-3 Fettsäuren (EPA und DHA) auf die Thrombozytenfunktion im Vergleich zu Aspirin (ASS) und in Kombination der drei Substanzen untersucht. Hierbei zeigt sich ein synergistischer Effekt der EPA und DHA im Rahmen der Aspirin. Die "Aspirin-Resistenz" muss heute wohl als ein "EPA+DHA Mangel" bezeichnet werden.

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Omega-3 Fettsäuren verlängern das Leben bei Herzinsuffizienz

N-3 polyunsaturated fatty acid supplementation for the prevention and treatment of heart failure

In einer im Juni 2010 vorgestellten Studie der University of Maryland School of Medicien, Baltimore, wird der positive Effekt von Omega-3 Fettsäuren auf die Überlebenszeit bei Patienten mit Herzinsuffizienz beschrieben. Hierbei zeichnet sich, dass eine hohe Aufnahme von Alphalinolensäure (ALA) kardioprotektive Eigenschaften hat. Dies gilt besonders für die langkettigen Omega-3 Fettsäuren EPA und DHA.

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Omega-3 Fettsäuren reduzieren die Häufigkeit von Vorhofflimmern nach Eingriffen am Herzen

Fish oil and the incidence of post-cardiac surgery atrial fibrillation: a double-blind randomised controlled trial

Eine weitere Arbeit zum Thema Herzrythmusstörungen beschäftigt sich mit dem Auftreten von Vorhofflimmern (VHF) nach chirurgischen Einriffen am Herzen. Eine Patientenbeobachtung nach Herzklappenersatz und anderen chrurgischen Eingriffen zeigt eine Abnahme von postoperativen VHF bei Patienten mit einer hohen Aufnahme von Alphalinolensäure (ALA). Noch deutlicher wird die Häufigkeit von postoperativen VHF bei präoperativer Gabe von langkettigen Omega-3 Fettsäuren.

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O-3 Fettsäuren reduzieren Thrombosehäufigkeit

The effect of omega-3 fatty acids on prevention of vaso-occlusive crisis in homozygous sickle cell disease

Neuste Erkenntnisse zur Häufigkeit von Thrombosebildungen bei Patienten mit genetisch bedingter Sichelzellanämie zeigen, die antithrombotische Potenz von langkettigen Omega-3 Fettsäuren.
In einer Doppel blind Placebo kontrollierten Studie mit Kindern die an Sichelzellanämie erkrankt waren, wurde die Häufigkeit von Thrombosen und kindlicher Entwicklung untersucht. Die Pilotstudie von A. Daak und anderen, finanziert und geleitet von der Metropoliten University of London, zeigte in der Therapiegruppe eine deutlich verminderte Häufigkeit von Thrombosen und Krankenhauseinweisungen (-60%). Eine Erweiterung und Fortführung der Studie ist bereits beschlossen.

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