Animal-Health-Online.de 21.03.2010
Quelle: http://www.animal-health-online.de/
Ernährungsgesellschaft biegt die Evidenz zurecht
In den letzten Monaten sind mehrere Meta-Analysen und Übersichtsarbeiten erschienen, die zu dem Schluss kamen, dass es keinen Zusammenhand zwischen dem Konsum gesättigter Fettsäuren und dem Risiko für Koronare Herzkrankhieten bzw. Herz-Kreislauf-Erkrankungen gibt:
- Mente, A et al: A systematic review of the evidence supporting a causal link between dietary factors and coronary heart disease. Arch Intern Med 2009;169:659-669
- Skeaff, CM, Miller, J: Dietary fat and coronary heart disease: summary of evidence from prospective cohort and randomised controlled trials. Ann Nutr Metab 2009;55:173-201
- Siri-Tarino, PW et al: Meta-analysis of prospective cohort studies evaluating the association of saturated fat with cardiovascular disease. Am J Clin Nutr 2010;91:535-546
Auf Nachfrage bei der DGE, ob nun nicht die Empfehlungen bzw. die Leitlinie zum Thema Fettverzehr und Gesundheit geändert werden müsse, geschah – erst einmal nichts.
Focus, 02.04.2009
Quelle: http://www.focus.de/
Fischöle helfen gegen Krebs
In ersten Versuchen konnten Fettsäuren von Seefischen Krebsgeschwüre um bis zu 80 Prozent verkleinern und die Nebenwirkungen der Chemotherapie deutlich verringern.
Omega-3-Fettsäuren entfalten eine positive Wirkung in der Krebstherapie: Die Stoffe verringern die Größe von Tumoren und unterstützen Krebsmedikamente. Außerdem lindern sie schädliche Nebeneffekte der Chemotherapie. Das haben ägyptische Forscher um Abdulla El-Mowafy von der Universität in Al-Mansoura in Experimenten an Mäusen herausgefunden. Die Forscher hatten insbesondere die Omega-3-Fettsäure Docosahexaensäure (DHA) im Visier, die in Seefischen wie Lachs und Hering vorkommt und Nahrungsmitteln zugesetzt wird. Die Ergebnisse können Ansatzpunkte für neue Therapieformen liefern, schreiben die Wissenschaftler im Fachmagazin „Cell Division“ (Online-Vorabveröffentlichung).
Schutz für die Nieren
Die Forscher gaben speziell gezüchteten Mäusen, die zu bestimmten spontanen Tumorbildungen etwa in der Brust neigen, unterschiedliche Mengen der Omega-3-Fettsäure DHA. Daraufhin bildete sich der Tumor unter den Versuchsbedingungen um 40 bis 80 Prozent zurück. Die Fettsäure zeigte damit eine eigenständige tumorhemmende Wirkung, schreiben die Forscher. In weiteren Versuchen gaben die Biochemiker den Krebsmäusen das Chemotherapie-Medikament Cisplatin, das allerdings auf Dauer die Niere schädigt. Die Forscher beobachteten, dass die Fettsäure DHA zweierlei positive Wirkungen entfaltet: Sie steigert den chemotherapeutischen Effekt gegen den Krebs und verringert deutlich die Schädigung des Nierengewebes.
Die Forscher hoffen, mit Omega-3-Fettsäuren die Therapiemöglichkeiten gegen Krebs erweitern zu können – insbesondere um Nebenwirkungen der Chemotherapie zu reduzieren. Mediziner bescheinigen Omega-3-Fettsäuren eine positive Wirkung auf viele Stoffwechselkreisläufe und Erkrankungen. Sie sollen beispielsweise gegen Herzkreislaufbeschwerden und neurologische Leiden schützen.
Rheuma-Online.at, 06.03.2009
Quelle: http://www.rheuma-online.de/
Wirksamkeit von Omega-3-Fettsäuren
Die Studiendaten zeigen, dass Omega-3-Fettsäuren(FS) die mRNA-Spiegel für verschiedene Proteine reduzieren, von denen bekannt ist, dass sie in der Pathologie der Arthrose eine wichtige Rolle spielen. Somit lässt sich – wie bei den entzündlich-rheumatischen Erkrankungen - die Wirkung der Omega-3-FS auch bei Arthrose auf molekularer Ebene erklären.
Methodik:
Chondrozyten (bovine) in einem Zell-Kultur-Modell wurden mit Interleukin-1α (IL-1α) versetzt, um Entzündungsfaktoren und Enzyme zu induzieren, die an der Arthrose beteiligt sind. Die Effekte, die eine vorherige Inkubation mit exogenen Fettsäuren bewirkten, wurden mittels RT-PCR (reverse transcription-polymerase chain reactions) erfasst.
Ergebnisse:
Das Versetzten der Kulturen mit IL-1α induzierte die Expression von Knorpel ADAMTS-4 (cartilage proteinases A Disintegrin And Metalloproteinase with ThromboSpondin motifs), ADAMTS-5, Cyclooxygenase (COX)-2, Matrix Metalloproteinase (MMP)-3 und die Expression der pro-entzündlichen Zytokinen IL-1α, IL-1β und Tumornekrosefaktor(TNF)-α.
Die Omega-3-FS reduzierten die mRNA-Spiegel für ADAMTS-4, ADAMTS-5, MMP-3, MMP-13, COX-2 (nicht jedoch COX-1), IL-1α, IL-1β und TNF-α.
Eicosapentaensäure (EPA) zeigte die größte Wirksamkeit, gefolgt von Doxosahexaensäure (DHA) und anschließend Alpha-Linolensäure.
Die Omega-6-FS Arachidonsäure zeigte keinen Effekt.
Fazit:
Die Studiendaten zeigen, dass Omega-3-Fettsäuren die mRNA-Spiegel für verschiedene Proteine reduzieren, von denen bekannt ist, dass sie in der Pathologie der Arthrose eine wichtige Rolle spielen. Somit lässt sich – wie bei den entzündlich-rheumatischen Erkrankungen - die Wirkung der Omega-3-FS auch bei Arthrose auf molekularer Ebene erklären.
Omega-3-Fettsäuren – speziell EPA – können eine sinnvolle Nahrungsergänzung für Patienten mit Arthrose darstellen.
Ärzte Zeitung, 08.10.2008
Quelle: http://www.aerztezeitung.de/
Leinöl schützt Herzen vor einem Infarkt
BOSTON (hub). Fette können das Herz auch schützen. Es müssen nur die richtigen sein, wie etwa Linolensäure.
Den möglichen Herzschutz durch α-Linolensäure haben Forscher aus Boston in einer Fall-Kontrollstudie gezeigt. Sie verglichen knapp 2000 Patienten mit nicht-tödlichem Herzinfarkt in Costa Rica mit knapp 2000 Kontrollpersonen. Untersucht wurde dabei auch der Gehalt an Linolensäure im Fettgewebe der Teilnehmer.
Jene zehn Prozent der Teilnehmer mit dem höchsten Linolensäure-Gehalt im Fettgewebe hatten ein etwa 60 Prozent geringeres Infarktrisiko, verglichen mit den zehn Prozent mit den geringsten Linolenwerten (Circulation 118, 2008, 339). Der Zusammenhang von Linolensäure und Infarktrisiko war nicht linear: Eine Aufnahme von mehr als 1,8 g pro Tag führte zu keiner weiteren Risikosenkung.
Vor allem in Ländern mit geringem Fischkonsum sei der Verzehr von Leinöl eine gute Quelle für herzschützende Omega-3-Fettsäuren.
Ärzte Zeitung, 05.06.2007
Quelle: http://www.aerztezeitung.de/
Komplementärmedizin - ein Plus für Krebskranke
Auf der US-Krebstagung ASCO wurden erste ermutigende Ergebnisse zu Ginseng-Extrakt und Leinsamen vorgestellt.
CHICAGO (grue). Beim Jahreskongress der US-amerikanischen Krebsgesellschaft ASCO in Chicago wurden in diesem Jahr auch Studien aus dem Bereich der Komplementärmedizin vorgestellt. Erste ermutigende Ergebnisse brachten zum Beispiel Studien, in denen es um die Wirksamkeit von Ginseng-Extrakt bei Fatigue sowie um den Effekt von Leinsamen auf das Wachstum von Prostata-Krebs geht.
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Ebenfalls ermutigende Ergebnisse brachte die Leinsamen-Studie bei Männern mit Prostata-Krebs. In die Studie wurden 161 noch nicht operierte Krebspatienten aufgenommen und in vier Gruppen aufgeteilt. Patienten der Gruppe 1 nahmen täglich 30 Gramm Leinsamen ein, Gruppe 2 reduzierte die tägliche Kalorienaufnahme um 20 Prozent, Gruppe 3 wendete beide Strategien an und Gruppe 4 diente als Kontrolle. Primärer Endpunkt der Studie war das Tumorzellwachstum in den resezierten Prostatadrüsen. Die Operation erfolgte nach median 30 Tagen.
Patienten beider Leinsamen-Gruppen hatten ein um etwa 40 Prozent verringertes Tumorzellwachstum im Vergleich zu Männern, die Placebo erhielten oder mit alleiniger kalorienreduzierter Diät. Die Kombination aus Leinsamen plus Diät war offenbar am wirksamsten.
Das Studienteam von der Duke University in Durham im US-Staat North Carolina will nun prüfen, ob Leinsamen mit oder ohne Diät das Rezidivrisiko von Männern mit operiertem Prostata-Ca verringern kann. Leinsamen ist reich an Omega-3-Fettsäuren und hat antioxidative und proliferationshemmende Effekte.



