Ausgleich - Wechseljahre

Definition & Symptome

Der Körper einer Frau ist in den Wechseljahren einigen Veränderungen ausgesetzt. Ab dem 45. Lebensjahr produziert der weibliche Körper immer weniger Östrogen und Gestagen. Das hormonelle Gleichgewicht gerät in Schieflage. Hitzewallungen, Schlafstörungen, ein verändertes Hautbild sowie Stimmungsschwankungen sind nur einige Symptome und für viele Frauen ein deutliches Zeichen dafür, dass die Hormonproduktion ihres Körpers nachlässt.

In der Postmenopausalen Zeit besteht für Frauen ein erhöhtes Risiko, an der knochenschwächenden Krankheit Osteoporose zu erkranken. Beginnend mit der Menopause produziert der weibliche Körper nach und nach weniger weibliche Sexualhormone. Das Hormon Östrogen hilft den Knochen Kalzium aufzunehmen und zu speichern. Wenn der Östrogenspiegel sinkt, verlieren die Knochen vermehrt Kalzium und die Knochen werden oft schwächer. Es kommt zur postmenopausalen Osteoporose.

Lange Zeit wurde angenommen, dass die auftretenden Beschwerden schlichtweg unvermeidbar seien. Doch wie sich gezeigt hat, kann hier eine Umstellung der  Ernährung vieles verbessern oder ganz beheben. Ein Mangel an (lebensnotwendigen) Fettsäuren kann die Entstehung von Wechseljahresbeschwerden fördern, bzw. verstärken. Es gilt diesen Mangel, durch die Zufuhr von hoch aktiven, mehrfach ungesättigten Fettsäuren auszugleichen.

Natürliche Mittel und deren Wirkung

Dr. Johanna Budwig bediente sich aus dem Garten der Natur. Hier finden sich eine Reihe von Ölen und Kräutern, die mit ihrem Wirkstoffreichtum einen günstigen Effekt auf typische Beschwerden in den Wechseljahren, aber auch auf die Beschaffenheit der Haut, ausüben. Für die reine Schönheitspflege von innen und eine ausgleichende Wirkung bei Wechseljahresbeschwerden sorgen neben Leinöl, wertvolles Nachtkerzen- und Granatapfelkernöl, Lignane und Rotkleeblüten.

Alpha-Linolensäure (ALA)

Die im Leinöl reich enthaltene mehrfach ungesättigte ALA stellt einen wichtigen Zellbaustein dar. So unterstützt sie den Aufbau der Zellmembranen und ist Grundlage für die Fluidität, Flexibilität und Aktivität der Zellmembranen. Nur so können wichtige Stoffwechselprozesse optimal ablaufen. Die Flexibilität und Fluidität der Membranen ist z.B. für die Verformbarkeit der Blutzellen von großer Bedeutung. Nur so können diese auch in die kleinsten Kapillarsysteme vordringen, die Haut und die Schleimhäute optimal versorgen und deren Funktion erhalten.

Lignane

Lignane sind als pflanzliche Wirkstoffe in zahlreichen unraffinierten Getreidearten, in Hülsenfrüchten, in Gemüse- und Obstsorten enthalten. Die reichhaltigste Quelle für Lignane sind Leinsamen, denn sie enthalten, verglichen mit anderen pflanzlichen Quellen, das 75fache bis 800fache an Lignanen. Lignane sind im Pflanzenreich weit verbreitete Phytohormone.
Die bioaktiven Eigenschaften von Lignanen sind umfangreich und zeigen sich nach neuesten medizinischen Erkenntnissen vor allem im hormonellen und antioxidativen Bereich. So entfalten sie im menschlichen Körper eine ähnliche, wenn auch schwächere, Wirkung wie die körpereigenen Sexualhormone. Aus medizinischer Sicht ist dies insbesondere dann hilfreich, wenn der eigene Hormonspiegel aus dem Gleichgewicht geraten ist. Phytohormone zeigen einen ausgleichenden Effekt auf den Hormonhaushalt mit einer mildernden Wirkung auf Wechseljahresbeschwerden. Diese können durch Einnahme von Lignanen spürbar gelindert oder beseitigt werden.
Lignane wirken darüber hinaus als Radikalfänger. Somit haben sie eine zellschützende Wirkung, da freie Radikale die Zellen zerstören oder das Erbgut schädigen können. Bei Brustkrebs wurde in wissenschaftlichen Untersuchungen festgestellt, dass es durch die Einnahme von Lignanen zu einem eingeschränktem Zellwachstum kommen kann. Ferner könnten Lignane gesundheitsfördernd bei Osteoporose, Haarausfall und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein.

Nachtkerzenöl

Das Öl aus den Samen der Nachtkerze ist reich an ungesättigten Fettsäuren (Linolsäure, Gamma-Linolensäure und Ölsäure), wobei der Gehalt an der mehrfach ungesättigten Gamma-Linolensäure bis zu 14 % ausmachen kann.
Die Nachtkerze hat eine lange Tradition als Heilpflanze in der Frauenheilkunde und erfreut sich heute mehr denn je zunehmender Beliebtheit. In der Naturheilkunde wird das Nachtkerzenöl häufig bei Wechseljahresbeschwerden eingesetzt. Das Nachtkerzenöl reguliert mithilfe wichtiger essenzieller Fettsäuren sanft den Hormonhaushalt und kann so hormonelle Beschwerden lindern. Gamma-Linolensäure ist eine Vorstufe bestimmter Gewerbshormone (Prostaglandine), die die Talgabsonderung auf der Haut kontrollieren, was wiederum für deren Geschmeidigkeit wichtig ist. Ein Mangel an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, wie der Gamma-Linolensäure, zeigt sich unter anderem in brüchigen Fingernägeln und Haaren, trockener Haut und Schuppen. Nachtkerzenöl empfiehlt sich daher zur allgemeinen Versorgung mit essentiellen Fettsäuren, bei Alterserscheinungen und Schwächezuständen. Es aktiviert den Stoffwechsel und sorgt für allgemeines Wohlbefinden innerlich wie äußerlich. 

Granatapfelkernöl

Granatapfelkernöl ist besonders reich an hochwertigen Polyphenolen und Flavonoiden. Beides sind sogenannte Antioxidantien, die aggressive Stoffe (freie Radikale) im Körper unschädlich machen und die Zellen vor Zerstörung und Erkrankung schützen. Daneben lindert das Granatapfelkernöl durch seinen hohen Anteil an Östron typische Wechseljahresbeschwerden. Zudem verbessert Granatapfelkernöl die Verdauung, insbesondere die Tätigkeit des Magens.

Gemahlener Rotklee

Die Bedeutung des Rotklees für die Heilkunde ergibt sich durch seinen hohen Gehalt an Isoflavonen, die in den Wechseljahren einen sinkenden Östrogenspiegel ausgleichen helfen. Typische Wechseljahresbeschwerden können so abgemildert werden . Zudem wird Rotklee eine positive Wirkung auf Herz-Kreislauf-System, Leber und Knochen zugesprochen.

Die Qualität entscheidet
Bei der Auswahl der Fettsäurelieferanten sollte die Qualität im Fokus stehen. Nur so, darauf wies Dr. Johanna Budwig immer wieder hin, kommen die Zellen in den Vorzug des vollen Elektronenreichtums der Öle. Es muss größten Wert auf die Auswahl der Saat, die Saatfolge, die Pressung und die Weiterverarbeitung gelegt werden. Deshalb hat Dr. Johanna Budwig Qualitätsmaßstäbe definiert, verfasst und niedergeschrieben. Für die Pressung entwickelte sie ein überaus schonendes Verfahren, das heute unter dem Namen “Original Dr. Budwig Pressverfahren” Anwendung findet.

Ernährung & Co.

Beschwerden in den Wechseljahren lassen sich durch eine Veränderung des Lebensstils begegnen. Dazu gehört vor allem eine gesunde Ernährung. Dabei sollte ein bestehender Mangel an mehrfach ungesättigten Fettsäuren über die regelmäßige Verwendung qualitativ hochwertiger Pflanzenöle ausgeglichen werden. Krankmachende Fette, wie Transfettsäuren sollten gemieden und ein Übermaß an Omega-6-Fettsäuren ausgeglichen werden. Alles eingebettet in eine möglichst lacto-vegetabile Vollwertkost mit vielen Vitalstoffen.

Den Mangel an guten Fetten über die tägliche Ernährung auszugleichen, hat eine positive Wirkung auf das allgemeine Wohlbefinden.

Pflegen Sie Ihren Darm!
Ob die Lebensmittel, die wir täglich zu uns nehmen, tatsächlich unseren Zellen zugute kommen, hängt maßgeblich von unserer Darmgesundheit ab. Entscheidend ist die Fähigkeit unseres Darmes, die Nährstoffe, die wir verzehren, auch aufnehmen zu können. Dr. Johanna Budwig hat daher zur Pflege des Darms und der Darmflora den täglichen Verzehr frischen Sauerkrautsaftes oder Sauermilch empfohlen. Auch der regelmäßige Genuss von Ballaststoffen spielt eine wichtige Rolle zum Erhalt der Darmfunktion. Fester Bestandteil der täglichen Ernährung sollte daher auch der Verzehr von 1-2 EL geschroteter und geschützter Leinsaat, eingerührt in die Budwig Creme, aus Quark und Leinöl zubereitet, oder in einen Muttersaft wie Fermentgold, sein.

Um den Energiezustand in allen Zellen des menschlichen Körpers zu verbessern, empfahl Dr. Johanna Budwig ein Frühstück, das reich an Omega-3-Fettsäuren und schwefelhaltigen Aminosäuren ist. Die Budwig Creme nach Dr. Budwig kombiniert wertvolles Leinöl mit Quark.
Leinöl enthält einen besonders hohen Anteil an der pflanzlichen Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure. Quark hingegen ist reich an schwefelhaltigen Aminosäuren. Zusammen bilden diese beiden Zutaten eine starke Einheit: die positiv geladenen Aminosäuren des Quarks und die entgegengesetzt geladenen Fettsäuren aus dem Leinöl ziehen sich an. In dieser Zusammensetzung fungiert der Quark als „Omega-3-Beschützer“. Die Omega-3-Fettsäuren im Leinöl werden vor Oxidation geschützt, gelangen in hohem Maße unverändert in den menschlichen Körper und sind so für Zellen und Zellmembran wesentlich besser nutzbar.
Ein Frühstück mit hochwertigen Leinöl-Kompositionen und Quark sorgt für Energieaufbau am Morgen und stellt die Basis für die lebenswichtige Zellatmung dar. Besonders gut eignen sich Ölkompositionen mit gemahlenen Rotkleeblüten und Lignanen für die Zubereitung herzhafter Varianten und  als Dip oder in Gemüsesaft.

„Quark-Leinöl stellt heute etwas Ungeheures dar. In dieser einfachen Form erfolgt die Realisierung von wissenschaftlich neuen Erkenntnissen, wie man vielen Gesundheitsschäden, durch falsche Nahrung oder durch andere Vergiftungen hervorgerufen, entgegen wirken kann.“ (Dr. Johanna Budwig: “Öl-Eiweiß-Kost”).

Aber auch regelmäßige körperliche Bewegung, genau wie ausreichend Raum für Ruhe und Entspannung, helfen Wechseljahresbeschwerden zu mildern.

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