Fragen und Antworten

Darf ich hochwertige Pflanzenöle erhitzen?

Die Doppelbindungen der Fettsäuren oxidieren leicht unter Hitzeeinwirkung. Dabei entstehen flüchtige Verbindungen, die zum Teil sehr aroma-aktiv sind. Das bedeutet, dass die Öle ranzig und unangenehm schmecken, bevor sie ungesund werden. So würde man einen mit Leinöl gebackenen Kuchen nicht wirklich gerne essen. Die menschliche Nase funktioniert hier als Detektor: Beschädigte Produkte werden von ihr abgelehnt.

Wie lange ist Leinöl haltbar?

Leinöl ist ein Öl mit hoch aktiven Fettsäuren. Diese Aktivität gilt es bei allen Schritten, vom Anbau, über die Ernte und bei der Verarbeitung zu schützen. Leinöl ist besonders hitze- und lichtempfindlich, daher sollte es vor Licht und Wärme geschützt werden. Die Abfüllung in schwarze Flaschen und eine möglichst durchgehende Kühlung erhalten die Stabilität der im Leinöl enthaltenen mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Im geschlossenen, gekühlten Zustand sind gute, kalt gepresste Bio-Leinöle bis zu fünf Monate haltbar. Ist die Flasche einmal geöffnet, sollte sie möglichst zügig verbraucht werden. Die Grundversorgung mit den wichtigen Omega-3-Fettsäuren ist bereits mit einem EL Leinöl am Tag gedeckt. Die Maßeinheit eines herkömmlichen EL liegt bei ca. 10 ml. Daher sollten eher kleine Mengen von von maximal 250 ml Leinöl gekauft werden. Das erleichtert den zügigen Verbrauch.

Warum sollte Leinöl gekühlt werden?

Leinöl enthält zu fast 60% hoch aktive, mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Daher ist es besonders hitze- und lichtempfindlich und sollte vor Licht und Wärme geschützt werden. Aber auch Temperaturschwankungen kann die Aktivität der empfindlichen Fettsäuren herabsetzen. Eine möglichst gleichbleibende, kühle Lagerung des Leinöls bewahrt somit dessen Aktivität, damit es im Körper seine wichtigen Funktionen erfüllen kann. Die Aufbewahrung auch geschlossener Flaschen im Kühlschrank und Wärmeschutzverpackungen während des Transportes erhöhen diesen Schutz.

Wofür wurde Fermentgold entwickelt?

Fermentgold wurde von Dr. Johanna Budwig wegen seiner eiweißspaltenden Fähigkeiten speziell als Bestandteil der Öl-Eiweiß-Kost entwickelt. Papayapüree und Apfelsaft liefern die Grundlage für einen vitalstoffreichen Mix. Die in der Papaya enthaltenen Enzyme erleichtern die Verdauung von Eiweißen und entlasten somit den Organismus bzw. den Stoffwechsel. Zusätzlich sind Papaya und Apfelsaft reich an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen. Der Papaya werden allgemein viele gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben wie eine antioxidative, zellschützende, entgiftende, das Immunsystem stärkende, verdauungsfördernde und die Wundheilung beschleunigende Wirkung. Als tägliche Vitalstoffbombe empfiehlt sich 1 Glas (100 ml) Fermentgold zum Frühstück. Im Falle einer Erkrankung sollte vor jeder Mahlzeit ein Glas Fermentgold als Aperitif genossen werden.

Brauche ich zum Leinöl zuätzlich DHA-Kapseln?

Grundsätzlich ist der Körper in der Lage unterschiedliche Fettsäuren selbständig aufzubauen. So werden im Körper aus der essentiellen Alpha-Linolensäure (ALA) die noch höher ungesättigten Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) synthetisiert. Die Umwandlungsrate beträgt ca. 10-15 %. Bei einem Teil der Bevölkerung ist diese Umwandlung auf Grund eines Gendefektes nicht möglich, ebenso lässt die Umwandlungsrate mit zunehmenden Alter nach. Über einen einfachen Bluttest lässt sich ein Fettsäureprofil erstellen, welches die Zufuhrempfehlungen erleichtert bzw. optimiert. EPA und DHA tragen zu einer normalen Herzfunktion sowie den Erhalt einer normalen Sehkraft und Hirnleistung bei. Für die optimale Aufnahme im Körper ist die Einnahme der Kapsel in Verbindung mit einer Öl-Mahlzeit, z.B. einer Quark-Leinöl-Creme von Vorteil. Der Verdauungstrakt kann sich dann bereits über Rezeptoren im Mund auf die Fettverdauung einstellen.

Warum haben wir einen Omega-3-Mangel?

Dies ist unter anderem auf die Massentierhaltung zurückzuführen und die daraus resultierende mangelnde Qualität unserer Nahrungsmittel. Durch die Fütterung von Nutztieren mit Getreide und Mais, statt Weidegras und Heu, können diese keine Omega-3-Fettsäuren im Muskelfleisch und in der Milch anreichern. Statt dessen enthalten die Gewebe der Tiere einen hohen Omega-6-Fettsäureanteil, welcher sich in den Nahrungsmitteln widerspiegelt: im Fleisch oder in Milchprodukten wie Butter und Käse.
Darüber hinaus wird in der Lebensmittel verarbeitenden Industrie vorwiegend mit Sonnenblumenöl gearbeitet. Sonnenblumenöl hat ebenfalls einen sehr hohen Anteil an Omega-6-Fettsäuren, welcher sich in den daraus produzierten Produkten wiederfindet. Diese Produkte sind häufig nur Teilerzeugnisse anderer Produkte. Somit ist der Sonnenblumenölgehalt für den Konsumenten schwer auffindbar. Durch den daraus resultierenden deutlich zu hohen Konsum von Omega-6-Fettsäuren wird die Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren noch viel wichtiger.
Derzeit liegt das Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren bei etwas 20 zu 1. Die Ernährungsgesellschaften Deutschlands, Österreichs und der Schweiz haben ein klares Missverhältnis feststellen können. Sie stellten ferner fest, dass dieses Missverhältnis ein Resultat unserer Ernährung ist, welche einen sehr hohen Anteil an Omega-6-Fettsäuren hat.
Ein für unsere Gesundheit förderliches Verhältnis liegt bei ca. fünf Teilen Omega-6- zu einem Teil Omega-3-Fettsäuren. Dies lässt erkennen, dass hier ein enormes Potential und viel Handlungsbedarf besteht, um diesen, von den Ernährungsgesellschaften empfohlenen Wert, zu erreichen.

Warum Leinöl in Kombination mit Quark?

Im Quark fand Dr. Johanna Budwig auf Grund des hohen Anteils an schwefelhaltigen Aminosäuren einen idealen Bindungspartner für das Leinöl. Aminosäuren sind die Grundlage aller Lebensvorgänge, da sie absolut unentbehrlich sind für jeden Stoffwechselvorgang. Die wichtigste Aufgabe stellt dabei der optimale Transport und die optimierte Speicherung aller Nährstoffe (also Wasser, Fette, Kohlenhydrate, Proteine, Mineralstoffe und Vitamine) dar.
Es gibt 20 verschiedene Aminosäuren, hiervon sind 8 essentiell, dass heißt, sie müssen über die tägliche Ernährung zugeführt werden. Zu den essentiellen Aminosäuren gehört auch die schwefelhaltige Aminosäure Methionin. Diese ist, genau wie die semi-essentielle schwefelhaltige Aminosäure Cystein, im Quark in hohem Maße enthalten. Die schwefelhaltigen Aminosäuren gehen auf Grund ihrer negativen Elektronenbindung eine schützende Bindung mit den hoch ungesättigten, sehr oxidationsempfindlichen Fettsäuren ein, so dass deren Energiepotenzial im Körper zur Verfügung steht. Die Verdaulichkeit und die Verträglichkeit der Fette wird in Verbindung mit Eiweißen gefördert. Zusätzlich sind Omega-3-Fettsäuren und schwefelhaltige Aminosäuren wichtige Partner in der Steuerung der Sauerstoffaufnahme und Sauerstoffverwertung der Zelle.
Der Quark bietet auf Grund seiner Beschaffenheit eine optimale Basis um das Leinöl bzw. die Fetttröpfchen gut zu verteilen.
Bei Unverträglichkeiten gegenüber Milch- und Milchprodukten oder bei veganer Ernährung empfiehlt sich das Ausweichen auf z.B. Buchweizen, Hirse, Quinoa oder Amaranth, schwefelhaltige Gemüse, Kräuter und Gewürze wie Knoblauch, Porree, Paprika, Schnittlauch, Kresse.

Ist Fleisch in der Öl-Eiweiß-Kost erlaubt?

Die Öl-Eiweiß-Kost ist eine lacto-vegetabile Ernährung. Schwer Kranke sollten sich streng an die Vorgaben von Dr. Johanna Budwig halten. Wenn überhaupt, sollte der Verzehr von Fleisch und Fisch nur in Maßen erfolgen. Hier ist die Herkunft von entscheidender Bedeutung. Achten Sie beim Kauf auf Fleisch aus Bio-Zuchtbetrieben, bei Fisch bevorzugen Sie Fische aus nachhaltigem Fischfang oder Bio-Zuchtbetrieben.

Was ist während der Öl-Eiweiß-Kost zu beachten?

Dr. Johanna Budwig hat im Rahmen ihrer Öl-Eiweiß-Kost allergrößten Wert auf die Auswahl naturbelassener Lebensmittel gelegt. Wichtig ist, dem Körper einerseits die erforderlichen Nährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe in ihren natürlichen Strukturen zuzuführen. Andererseits sollten belastende Stoffe, die den Zellstoffwechsel, insbesondere die Zellatmung blockieren, rigoros gemieden werden. Die Heilpraktikerin Dr. Johanna Budwig hat jeden Menschen und die Lebenssituation des Einzelnen individuell betrachtet. So spielen neben der Ernährung auch die sozialen Kontakte, die familiäre und berufliche Situation, Entspannung und Bewegung an der frischen Luft eine große Rolle. Bereits in den 1950er-Jahren hat Dr. Johanna Budwig auf die ordnende Kraft der Sonne in biologischen Systemen hingewiesen. Die hoch ungesättigten Fettsäuren haben die Fähigkeit, die Photonen des Lichts aufzunehmen und zu speichern. Zur Therapie gehörte für Dr. Johanna Budwig die Empfehlung, langsam gesteigerte Sonnenbäder zu genießen. Dies soll nicht dazu verleiten sich über lange Zeiträume ungeschützt der Sonne auszusetzen. Hier gilt es immer den individuellen Hauttyp zu beachten. Gegen kurze Sonnenbäder von ca. 10 - 20 Minuten (je nach Hauttyp) ohne Sonnenschutz außerhalb der Mittagszeit ist jedoch nichts einzuwenden.
Unterstützend hat sie für die äußerliche Anwendung die Eldi-Öle entwickelt. Der Begriff “Eldi” steht für Elektronen-Differenzierungs-Öle.
Eine Omega-3-reiche und naturbelassene Ernährung bildet die Basis dieser wichtigen Prozesse, denn der Körper benötigt zur geordneten Aufnahme und Weiterleitung der Sonnenenergie die essentiellen Fettsäuren in den Hautzellen.
Als Physikerin hatte Dr. Johanna Budwig stets das elektromagnetische Umfeld des Menschen im Blick. Synthetische Kleidung und Schaumstoffmatratzen lehnte sie z.B. strikt als Energieräuber ab.

Kann die Öl-Eiweiß-Kost (allein) Krebs heilen?

Bei der Öl-Eiweiß-Kost handelt es sich um eine Alternative bzw. Ergänzung zur konventionellen Krebsbehandlung. Jeder Patient hat die Möglichkeit, den Weg seiner Behandlung selber zu bestimmen. Auch in der konventionellen Behandlung gibt es in der Regel nur Prognosen. Aussagen über eine Heilung durch die Öl-Eiweiß-Kost können und dürfen somit nicht gemacht werden.

 

 

Sind bestimmte Lebensmittel in der Öl-Eiweiß-Kost verboten?

Die Öl-Eiweiß-Kost ist eine lacto-vegetabile Ernährung. Schwer Kranke sollten sich streng an die Vorgaben von Dr. Johanna Budwig halten. Die Öl-Eiweiß-Kost trägt dazu bei, die Zelle zu aktivieren, sich selbst in einem aufbauenden Zustand zu halten bzw. zu setzen. Alle Faktoren, die dem entgegenwirken, sollten gemieden werden. Dazu gehört :

  • jegliche Form von isolierten Zuckern und synthetischen Süßstoffen

  • einfache Kohlenhydrate wie z.B. Weißmehle und andere Auszugsmehle sowie daraus hergesellte Produkte (Nudeln, Kuchen, Teilchen)

  • Emulgatoren und Stabilisatoren

  • tierische Produkte wie Käse, Fleisch, Schmalz, etc.

  • gehärtete Fette sowie raffinierte oder erhitzte Öle

  • stark verarbeitete Lebensmittel (Konserven) und Fertigprodukte

  • starke Säurebildner wie Kaffee und schwarzer Tee

Neben der Ernährung sollte auch auf ausreichend Bewegung an der frischen Luft, genügend Schlaf, Entspannung und soziale Kontakte geachtet werden. Alles was dem Körper Energie raubt, sollte, so weit möglich, ver- bzw. gemieden werden.

Nach oben