Therapie - Krebs

Definition

Krebserkrankungen sind nach Herz-Kreislauferkrankungen die zweithäufigste Todesursache in den westlichen Industrieländern. In Deutschland erkranken etwa 395.000 Menschen jährlich an Krebs, davon rund 195.000 Frauen und 200.000 Männer. Die meisten Fälle treten im Alter von über 60 Jahren auf. Die unter 60-jährigen machen mit etwa 107.000 Fällen nur rund ein Viertel der Krebs-Neuerkrankungen aus. Bei knapp der Hälfte der Fälle sind Therapieversuche leider erfolglos. Mit großem Einsatz versuchen daher Wissenschaftler aus aller Welt, Mittel gegen Krebs zu finden. Der Stand der Forschung ändert sich täglich – mal gibt es Rückschläge, mal steigt die Hoffnung. Fest steht, dass die Anstrengungen nicht nachlassen dürfen.

Symptome

Jedes Organ und jedes Gewebe im menschlichen Körper kann entarten und unkontrolliert wachsen. Es gibt daher entsprechend unzählige verschiedene Tumorerkrankungen, die sich bezüglich Entstehung, Therapie, Prognose und in der Symptomatik unterscheiden.
Im Frühstadium bereiten die meisten Formen von Krebs oft keine oder nur leichte Symptome. Einige können jedoch auch als Begleiterscheinungen bei anderen Erkrankungen oder als vorübergehende "Befindlichkeitsstörungen" auftreten. Einige Beschwerden, wie beispielsweise chronische Müdigkeit oder deutlicher Gewichtsverlust, sind allerdings bei vielen Krebsformen zu beobachten, so dass sie allgemein als mögliche Warnzeichen für eine Krebserkrankung gewertet werden können.

Ursachen

Eine der wichtigsten Voraussetzungen für Gesundheit und Aktivität ist Energie. Heute wissen wir, ein guter energetischer Zustand der Zellen sichert die Funktionsfähigkeit der Zellen, der Organe und damit auch die Gesundheit des gesamten Menschen. Vorübergehende oder dauerhafte Störungen des Energiezustandes in den Zellen können zu einer Schwächung des menschlichen Organismus und zur Ausbildung unterschiedlicher Erkrankungen, wie zum Beispiel Krebs führen.

Für Dr. Johanna Budwig waren ein moderner Ernährungsstil mit überwiegend industriell erzeugter Nahrung und falschen Fetten das größte Übel. Mit der Entdeckung der Transfette in der Margarine und in anderen hoch erhitzen Fetten tauchten diese, jeder elektrischen Ladung beraubten, Fettsäuren vermehrt in menschlichen Zellen auf. Die Wissenschaftlerin, die auf den Spuren des Nobelpreisträgers Otto Warburg forschte, sah einen eindeutigen Zusammenhang zwischen gestörter Sauerstoffaufnahme und dem Aufbau und der Struktur der Zellmembranen. Sie war davon überzeugt, dass schwere Zivilisationserkrankungen wie Krebs, auf eine gestörte Zellatmung zurückzuführen sind.
Der 1931 mit dem Nobelpreis geehrte Arzt und Biochemiker Otto Heinrich Warburg hatte in den 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts festgestellt, dass Krebszellen über einen ganz eigenen Stoffwechsel verfügen. Während gesunde Zellen den Zucker aus der Nahrung unter Verbrauch von Sauerstoff bei so genannter Zellatmung vollständig zu Kohlendioxid und Wasser verbrennen, gewinnen Tumorzellen ihre Energie, indem sie den Zucker zu Milchsäure vergären. Dieser Prozess vollzieht sich selbst dann, wenn genügend Sauerstoff zur Verfügung steht.

Natürliche Mittel und deren Wirkung

Eindeutig erkannt hatten sowohl Warburg als auch andere Wissenschaftler schon vorher, dass für die Sauerstoffaufnahme der Zelle der schwefelhaltige Eiweißbaustein (Aminosäure) Cystein von entscheidender Bedeutung war. Aber nicht allein, es musste einen weiteren Faktor geben, den Otto Heinrich Warburg in den Fettsäuren vermutete.
Antworten auf diese alles beherrschende Frage konnten erst nach Entwicklung der geeigneten Methoden zur Bestimmung und Differenzierung der Fette und Fettsäuren erzielt werden. Erst durch die Papierchromatographie, einer Entwicklung von Dr. Johanna Budwig, wurde es 1950 möglich, Fette in ihre Bestandteile aufzuspalten – eine große Errungenschaft für die Forscherin und die gesamte Wissenschaft.
Im Rahmen der darauffolgenden Forschungsarbeiten bestätigte sich Dr. Johanna Budwigs Hypothese. Sie bewies, dass die essentiellen Fettsäuren, die Linolsäure und die Alpha-Linolensäure, als Partner für die schwefelhaltigen Aminosäuren bei der Sauerstoffaufnahme in die Zelle von großer Bedeutung sind. Im Leinöl fand Dr. Budwig beide Fettsäuren in idealer Kombination. Das Besondere an diesen mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist ihr enormes Elektronenpotenzial. Die Energie, die in ihren Doppelbindungen steckt, steht dem Körper bei Bedarf für elektrophysikalische Prozesse zur Verfügung. Gemeinsam bilden die Fett- und die Aminosäuren die Batterie unserer Zellen und steuern das elektromagnetische Feld und somit auch das Energiepotenzial unserer Zellen.


Alles eine Frage der Energie

Dr. Johanna Budwig sah einen eindeutigen Zusammenhang zwischen gestörter Sauerstoffaufnahme und dem Aufbau und der Struktur der Zellmembranen. Es fehlten die mehrfach ungesättigten Fettsäuren Alpha-Linolensäure und Linolsäure, die ordnende energiereiche und somit lebensspendende und aktivierende Kraft. Aber nicht nur für eine gute Sauerstoffversorgung der Zelle sind die Omega-3-Fettsäuren notwendig. Harmonische Stoffwechselprozesse, ein starkes Immunsystem und psychische Ausgeglichenheit werden ebenfalls über die Kommunikation zwischen Zellmembran und Zellinnerem gesteuert. Die Fluidität (Fließfähigkeit/Flexibilität) der Zellmembran beeinflusst deren Eigenschaften und Funktionen. Über die Membran werden Informationen ausgetauscht und Stoffe transportiert. Omega-3-Fettsäuren tragen zu einer angemessenen Fluidität der Membran bei und haben somit entscheidenden Einfluss auf deren Funktion.

Ernährung und Co.

Dr. Johanna Budwigs umfangreiches Wissen über Öle und Fette und die Erkenntnisse aus ihren Forschungen und Zellversuchen führten zur Entwicklung der Öl-Eiweiß-Kost. Ein Ernährungskonzept, in dem lebendige, d.h. naturbelassene und energiereiche Lebensmittel die Hauptrolle spielen. Im Vordergrund stehen die essenziellen Fettsäuren, insbesondere die Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure (ALA), und die schwefelhaltigen Aminosäuren (Eiweißbausteine) Methionin und Cystein.


Die Öl-Eiweiß-Kost ist ein Behandlungskonzept, an deren Richtlinien sich Dr. Johanna Budwigs Patienten streng zu halten hatten. Aber auch für die Krebsnachsorge und die Rekonvaleszenz stellt die Öl-Eiweiß-Kost ein geeignetes Therapiekonzept dar. Dr. Johanna Budwig empfahl Krebskranken als Öl nur Leinöl aufgrund seiner idealen Fettsäurezusammensetzung mit einem sehr hohen Gehalt an ALA. An Fleisch lehnte sie alles ab, was im Handel war. Genau wie Tiefkühlkost, weil diese ihres Energiereichtums beraubt war, der natürlicher pflanzlicher Kost normalerweise innewohnt. Brot sollte selber gebacken werden. Als Brotaufstrich aber auch zum Verfeinern von Gemüse sollte Oleolux verwendet werden. Fruchtsäfte sollten möglichst selbst hergestellt werden. Wenn dieses nicht möglich war, oder bei anfänglicher Übelkeit als Reaktionen auf den ungewohnten Verzehr von Leinöl in Verbindung mit Quark, verordnete Dr. Budwig ihren Patienten Fermentgold.

Pflegen Sie Ihren Darm
Ob die Lebensmittel, die wir täglich zu uns nehmen, tatsächlich unseren Zellen zugute kommen, hängt entscheidend von unserer Darmgesundheit ab. Entscheidend ist die Fähigkeit unseres Darmes, die Nährstoffe, die wir verzehren, auch aufnehmen zu können. Dr. Johanna Budwig hat daher zur Pflege des Darms und der Darmflora den täglichen Verzehr frischen Sauerkrautsaftes oder Sauermilch empfohlen. Auch der regelmäßige Genuss von Ballaststoffen spielt eine entscheidende Rolle zum Erhalt der Darmfunktion. Fester Bestandteil  der täglichen Ernährung sollte daher auch der Verzehr von 1-2 EL geschroteter und geschützter Leinsaat, eingerührt in die Budwig Creme, aus Quark und Leinöl zubereitet, oder in einen Muttersaft wie Fermentgold, sein.

Doch auch dem Umfeld ihrer Patienten widmete Dr. Johanna Budwig die nötige Aufmerksamkeit:

“Es ist sehr wichtig, dass der Mensch als Einheit von Körper, Seele und Geist gesehen wird. [...] Ich bin heute noch überzeugt, wenn eine Frau ein sehr schlechtes Eheverhältnis hat [...] dann kann ich ihr auch nicht mit Quark-Leinöl helfen. Alle drei Faktoren gehören beim Menschen zusammen.” (DJB, “Krebs - Das Problem und die Lösung”)

 

 

Kunststofftextilien lehnte Dr. Johanna Budwig ab, weil diese zu viel Kräfte verbrauchen. Genau wie Schaumstoffmatratzen, da diese dem Körper zu viel Energie rauben.

“Das Umfeld und die Lebensverhältnisse müssen möglichst biologisch sein. Die Lebensweise, z.B. regelmäßiger Schlaf, ist sehr wichtig. Viele Krebskranke sind abends zu lange auf und liegen morgens zu lange im Bett.” (DJB, “Krebs - Das Problem und die Lösung”)

Ende der 60iger Jahre entwickelte Dr. Johanna Budwig die ELDI-Öle und band sie umfassend in die Behandlung von Krebspatienten ein:

 

  • zur äußeren Anwendung als Einreibung am ganzen Körper,

  • zur gezielten Anwendung als Ölwickel oder -umschlag

  • rektal als Einlauf, wenn erforderlich.

Studien

Omega-3-Fettsäuren helfen gegen Krebs
Omega-3-Fettsäuren entfalten eine positive Wirkung in der Krebstherapie: Die Stoffe verringern die Größe von Tumoren und unterstützen Krebsmedikamente. Außerdem lindern sie schädliche Nebeneffekte der Chemotherapie. Das haben ägyptische Forscher um Abdulla El-Mowafy von der Universität in Al-Mansoura in Experimenten an Mäusen herausgefunden.

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Effekt von Leinsamen auf das Wachstum von Prostata-Krebs
Beim Jahreskongress der US-amerikanischen Krebsgesellschaft ASCO in Chicago wurden in diesem Jahr auch Studien aus dem Bereich der Komplementärmedizin vorgestellt. Erste ermutigende Ergebnisse brachten zum Beispiel Studien, in denen es um die Wirksamkeit von Ginseng-Extrakt bei Fatigue sowie um den Effekt von Leinsamen auf das Wachstum von Prostata-Krebs geht. [...]
Ebenfalls ermutigende Ergebnisse brachte die Leinsamen-Studie bei Männern mit Prostata-Krebs. In die Studie wurden 161 noch nicht operierte Krebspatienten aufgenommen und in vier Gruppen aufgeteilt. Patienten der Gruppe 1 nahmen täglich 30 Gramm Leinsamen ein, Gruppe 2 reduzierte die tägliche Kalorienaufnahme um 20 Prozent, Gruppe 3 wendete beide Strategien an und Gruppe 4 diente als Kontrolle. Primärer Endpunkt der Studie war das Tumorzellwachstum in den resezierten Prostatadrüsen. Die Operation erfolgte nach median 30 Tagen.
Patienten beider Leinsamen-Gruppen hatten ein um etwa 40 Prozent verringertes Tumorzellwachstum im Vergleich zu Männern, die Placebo erhielten oder mit alleiniger kalorienreduzierter Diät. Die Kombination aus Leinsamen plus Diät war offenbar am wirksamsten.
Das Studienteam von der Duke University in Durham im US-Staat North Carolina will nun prüfen, ob Leinsamen mit oder ohne Diät das Rezidivrisiko von Männern mit operiertem Prostata-Ca verringern kann. Leinsamen ist reich an Omega-3-Fettsäuren und hat antioxidative und proliferationshemmende Effekte.
Quelle: Ärzte Zeitung, 05.06.2007, http://www.aerztezeitung.de/


Studie: Unterschiede im Membranaufbau zwischen gesunden und kranken Mäusen
2009 haben sich US-Biologen, ein Forscherteam um Michael Kiebish und Thomas Seyfried vom Boston College, erneut mit der Warburg- Hypothese auseinandergesetzt.
Die Wissenschaftler beschäftigten sich intensiv mit dem Aufbau und der Funktion der Mitochondrienmembran in Mäusen mit unterschiedlichen Hirntumoren. Besondere Aufmerksamkeit bekam in ihren Betrachtungen eine Substanz mit dem Namen Cardiolipin, einem stabilisierenden Phospholipid der inneren Mitochondrienmembran. Es zeigten sich deutliche Unterschiede im Membranaufbau zwischen gesunden und kranken Mäusen. Die Cardiolipine der kranken Mäuse waren anders zusammengesetzt, was zu einer Störung des für den Stoffwechsel so wichtigen Elektronentransportes und damit zu einer Störung der gesamten Energiegewinnung führte.


Eine vitalstoffreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse mindert offenbar das Krebsrisiko
Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge wirkt eine gesunde Lebensführung, wenn also mit genügend Bewegung, gesunder Ernährung, seelischem Wohlbefinden und einer einigermaßen intakten Umwelt das Immunsystem immer wieder gestärkt werden kann, vorbeugend gegen Krebs. Die Immunologie nimmt heute auch bei der Krebstherapie eine zentrale Rolle ein, so dass sich die Frage stellt, wie auch die Ernährung auf unser Immunsystem wirkt.

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Quelle: http://www.abid-ev.de

Dr. Budwig Berater/innen

Der Dr. Johanna Budwig Stiftung ist es ein Anliegen, Betroffenen zur Seite zu stehen. So können wir qualifizierte “Dr. Budwig Berater/innen” empfehlen, die in der Anwendung der Öl-Eiweiß-Kost ausgebildet sind. Zur Zeit arbeiten wir daran, ein entsprechendes bundesweites Netzwerk aufzubauen.

Wichtiger Hinweis: Dr. Johanna Budwig hatte keine Zweifel daran, mit ihrer Öl-Eiweiß-Kost Krebs therapieren zu können. Die Dr. Johanna Budwig Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, ihre Arbeiten durch intensiv geprüfte wissenschaftliche Erkenntnisse zu ergänzen. Denn dieses Thema ist zu ernst für falsche Hoffnungen. Und so ist es uns sehr wichtig zu betonen: Zwar gibt es erste wissenschaftliche Belege dafür, dass die Öl-Eiweiß-Kost unter bestimmten Voraussetzungen eine medizinische Krebstherapie positiv unterstützen kann, gleichwohl gilt: Sie ersetzt in keinem Fall eine medizinische Therapie. Wir distanzieren uns von allen falschen Wunderversprechen.